Aston Martin DB5

011 – Aston Martin DB5

Aston Martin? Diese Marke war in den 1960er Jahren eine der zahlreichen exotischen Automarken von der Insel, die zwar eine lange Tradition hatten, aber wirtschaftlich im Schatten der großen Hersteller fuhren. Das Modell DB5, die Buchstaben deuten auf den damaligen Gesellschafter David Brown hin, kam 1963 auf den Markt. Unter den Automobilen seiner Zeit war der Aston Martin DB5 ein Leckerbissen mit allen Tributen eines Traumautos.

Bernd Reich

Das Auto

So verhalf der 4,0-Liter-Reihensechszylinder mit damals atemberaubenden 286 PS dem DB5 zu rekordverdächtigen Fahrleistungen mit einer Beschleunigung von gut 7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und einer Endgeschwindigkeit von 229 km/h. Die von Touring in Mailand entworfene Karosserie entstand bei Aston Martin von Hand nach dem damals beliebten Superleggera-System. Dabei wurden die Karosseriebleche auf einen tragenden Gitterrohrrahmen befestigt. Das hatte allerdings seinen Preis. So kostete ein DB5 ein Drittel mehr als ein Mercedes-Benz SL aus der Zeit. Es entstanden zwischen 1963 und 1965 nur etwas mehr als 1.000 Fahrzeuge. Die perfekten Proportionen und die schlichte, elegante Linienführung verliehen dem DB5 eine gewisse Zeitlosigkeit.

Rolle im Film

Schlagartige Berühmtheit erlangte der Aston Martin DB5 1964. Seit dem Film „Goldfinger“ ist dieses Modell aus der Geschichte von James Bond nicht mehr wegzudenken. So passte der exklusive DB5 bestens zum aufwändigen Lebensstil, welcher James Bond seit Anfang an als Tarnung in der Welt der Edelschurken diente. Und der Quartiermeister des britischen Geheimdienstes erdachte eine Fülle technischer Hilfsmittel, mit welchen sich Bond stets aus allen bedrohlichen Lagen im gefährlichen Straßenverkehr befreien konnte. Dazu zählen der legändere Schleudersitz ebenso wie der Vorläufer eines Navigationssystems mit Peilsender, Maschinengewehre hinter den vorderen Blinkern und die aus dem Kofferraum ausfahrbare Stahlplatte aus schussfestem Stahl. Zur Abwehr von Verfolgern dienten eine Vernebelungsanlage, eine Ölsprüheinrichtung sowie das Abwerfen von Nägeln. Dazu kam ein aus den hinteren Radnaben ausfahrbares Werkzeug zum Aufschlitzen von Rädern überholender Fahrzeuge.

DAT-Expertise

So hinreißend schön der Aston Martin seit Anfang an war und ist, James Bond war im Umgang mit dem DB5 stets alles andere als zimperlich. Eigentlich müsste man sich über den Restwert keine Gedanken machen, denn eine Million Euro sind heute für gut gepflegte Exemplare keine Seltenheit. Die Fahrzeuge sind sogar so beliebt, dass Aston Martin mehr als 50 Jahre nach dem Ende der Bauzeit nochmals eine Kleinserie auflegte, die selbstverständlich über all die Sonderausstattungen des James-Bond-Autos verfügt. Allerdings wird man die Sonderausstattungen kaum in der SilverDAT finden, da die Optionen zu exklusiv waren.

Was die Beschädigungen an den Fahrzeugen betrifft, so war der DB5 in den James-Bond-Streifen immer ein Teil der Handlung. Schon in Goldfinger rast der Aston Martin in eine Fabrikwand. Die Karosseriebleche auf der linken Seite nebst Motorhaube wären wohl instand zu setzen und zu lackieren. Mit der SilverDAT ließe sich eine Kalkulation dieser Reparatur vermutlich auch problemlos durchführen, wobei die Stundenverrechnungssätze der Werkstatt des britischen Geheimdienstes geheim sind. Einige Jahre später im Film „Skyfall“ wird der DB5 komplett zerstört. Doch selbstverständlich wird der Sportwagen schon im nächsten Film wieder aufgebaut. Wie tief der britische Steuerzahler dafür in die Tasche greifen musste, ist unbekannt, wäre aber mit der SilverDAT selbstverständlich bezifferbar gewesen. Ein Sachverständiger hätte vermutlich die Ausweglosigkeit einer solchen Instandsetzung attestiert. Aber für einen Doppelnullagenten hat der Schatzmeister bestimmt ein Auge zugekniffen.

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